22.06.2021


Blaulichtfamilie trifft sich erneut mit Lewentz und Denninghoff


Der Austausch vor allem mit den Ehrenamtlichen in der Blaulichtfamilie stand im Mittelpunkt der zweiten Blaulichtkonferenz mit Roger Lewentz, Staatsminister und dem heimischen Landtagsabgeordneten Jörg Denninghoff am Dienstag, dem 15. Juni 2021. Bereits die erste Webkonferenz im Februar war auf große Resonanz gestoßen und die Teilnehmenden hatten den Wunsch geäußert, dass dieses Format in regelmäßigen Abständen angeboten werden sollte. Auch die von Landrat Puchtler im Mai durchgeführte Veranstaltung mit dem Feuerwehrakademie-Leiter war aufgrund der Anregungen der ersten Blaulichtkonferenz entstanden. Organisiert wurde die zweite Konferenz vom SPD-Kreisverband Rhein-Lahn. Mike Weiland, SPD-Kreisvorsitzender, moderierte die Veranstaltung. Zunächst bedankte sich Roger Lewentz bei allen Mitgliedern der Blaulichtfamilie für ihr großes Engagement, dass in Zeiten der Pandemie auf der einen Seite zu noch größeren Belastungen geführt hat. Auf der anderen Seite leiden die freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutzvereine wie das gesamte Vereinswesen auch unter den Kontaktbeschränkungen zur Pandemiebekämpfung: so waren gemeinsame Übungen nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, Feste, die das Vereinsleben stärken und auch häufig einen finanziellen Nutzen für die Vereine haben, mussten ausfallen. Dies macht sich laut einer deutschlandweiten Umfrage auch in einem Rückgang bei den Mitgliederzahlen in den Vereinen bemerkbar. Hier setzt Lewentz auf eine gemeinsame Werbeaktion mit dem Kreisfeuerwehrverband, dessen Vorsitzender Michael Dexheimer diese begrüßte. Jörg Denninghoff freute sich über die zahlreichen TeilnehmerInnen: „Die Idee war im Februar, dass wir uns ohne einen besonderen Anlass regelmäßig treffen und so einen Raum haben, in dem jeder seine Belange, Forderungen oder Fragen an uns Politiker vorbringen kann. Unsere Aufgabe ist es dann diese Themen voranzubringen.“ Diese Gelegenheit nutzten die anwesenden VertreterInnen aus Feuerwehren, Rettungsdiensten und kommunaler Politik rege: Die Problematik der Beschaffung neuer Fahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung, die Ausschreibungsproblematik und das Spannungsfeld zwischen Ausrüstungsvorstellungen und kommunaler Finanzen waren Themen, deren Behandlung zugesagt wurde. Allerdings wünschen sich die Ehrenamtlichen der Blaulichtfamilie nicht nur materielle Unterstützung, sondern auch mehr moralischen Rückenwind bei Angriffen und Beschimpfungen auf Feuerwehrleute oder Rettungsdienste. Hier sieht Lewentz jeden Einzelnen in der Gesellschaft in der Pflicht Farbe zu bekennen, die Mehrheit der Bevölkerung darf hier nicht schweigen und den lauten Minderheiten wie z.B. Querdenkern und Reichsbürgern die Bühne überlassen. Neben der moralischen Unterstützung wurde auch die Frage nach finanziellen Anreizen für den einzelnen gestellt, z.B. einem Pensionsanspruch für Wehrführer analog dem Ehrensold für Bürgermeister oder zusätzlichen Rentenpunkten für die Aktiven. Hier verwies Lewentz auf die Zuständigkeit des Bundestages in Rentenfragen. Die Aufwandsentschädigungen für Feuerwehrleute mit besonderen Funktionen sind bereits zum 1. Januar 2020 deutlich erhöht worden. Die Blaulichtfamilie freut sich darauf, wenn das Vereinsleben wieder unter normalen Umständen stattfinden kann. Angeregt wurde auch den „Tag der Blaulichtfamilie“ wie er 2019 im Kreishaus stattgefunden hat, wieder zu wiederholen oder kreisweit dezentrale Veranstaltungen oder BOS-Stammtische durchzuführen.


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