18.01.2021


Stärkung der ärztlichen Versorgung


Auch mit seinem zweiten Livestream konnte Jörg Denninghoff wieder viele Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen, diesmal mit dem Thema „Stärkung der ärztlichen Versorgung“ und Dr. Alexander Wilhelm, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, als Gesprächspartner. Die ärztliche Versorgung ist vor allen in den ländlichen Gebieten ein immer wichtiger werdendes Thema und führt zu der Frage, ob Menschen auch im Alter in ihrer Heimat wohnen bleiben können, da mit höherem Alter die Mobilität abnimmt. Moderatorin Maren Busch beleuchtete die ärztliche Versorgung im Rhein-Lahn-Kreises mit Zahlen, Daten und Fakten. Hier zeigte sich, dass die Versorgung mit Haus- und Fachärzten im Kreis in der Fläche gut verteilt, jedoch in den Städten und größeren Gemeinden konzentriert ist. Handlungsbedarf ist vor allem aufgrund des Alters der Ärzte gegeben, da 33% der Ärzteschaft und Psychotherapeuten 60 Jahre und älter sind Staatssekretär Wilhelm stellte die Initiativen der Landesregierung vor, um die ärztliche Versorgung auf dem Land auch in Zukunft sicherzustellen. Neben Förderungen für neue Niederlassungen schreiben Kommunen Stipendien für Medizinstudenten aus. Mit der Landarztquote bietet Rheinland-Pfalz seit 2020 pro Semester jeweils 18 zusätzliche Medizinstudienplätze für junge Menschen an, die sich für eine spätere Tätigkeit auf dem Land bzw. im öffentlichen Gesundheitsdienst verpflichten. Zur Entlastung der Hausärzte startete das Projekt „NäPA“. Hier entlasten nichtärztliche Praxisassistenten durch Hausbesuche bei immobilen Patienten den Arzt. Die Telemedizin wird weiter ausgebaut werden, hierfür werden Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten und die Digitalbotschafter helfen Patienten bei der Nutzung der modernen Kommunikation. Jörg Denninghoff ergänzte die Angebote der Landesregierung mit einem praktischen Beispiel aus seiner Heimatverbandsgemeinde. Auch dort zeichnete sich vor 15 Jahren ab, dass die niedergelassenen Hausärzte in den Ruhestand gehen werden und die Suche nach einer Praxisnachfolge gestaltete sich schwierig. Die kommunalen Politiker nahmen die Sache selbst in die Hand und gründeten 2016 das erste bundesweite kommunale Medizinische Versorgungszentrum. Seine Erfahrungen mit dem kommunalen MVZ hätten ihm gezeigt, dass heute viele Ärztinnen und Ärzte lieber als Angestellte arbeiteten, statt in Eigenverantwortung eine Praxis zu betreiben. Maren Busch veranschaulichte die Themen mit eingespielten Videos und griff die Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer auf. Als Landesimpfkoordinator konnte Dr. Wilhelm auch zur Corona-Impfstrategie Stellung nehmen. „Die Impfung ist der Ausweg, um wirklich mit diesem Virus klarzukommen und damit wir unsere Gesellschaft wieder normal erleben können, so wie wir sie gewohnt sind!“ appellierte Wilhelm für die Teilnahme an der freiwilligen Impfung. Diesem Aufruf schließt sich Denninghoff gerne an: „Bei Fragen rund um die Terminvergabe und auch bei der Frage, wie komme ich zum Impfzentrum, helfe ich gerne weiter“, so der Abgeordnete.


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