06.03.2021


Klimaschutz kann nicht warten und ist ein Kernthema für die Sozialdemokraten


Am Sonntag, den 28.02.2021 konnten die Altendiezer Sozialdemokraten gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Jörg Denninghoff einen prominenten Gast aus Berlin in ihrer Runde begrüßen: Kevin Kühnert sprach mit Aktiven aus dem Rhein-Lahn-Kreis über die Dringlichkeit von Klimaschutz. Dass im Rhein-Lahn-Kreis Klima- und Umweltschutz einen hohen Stellenwert hat, zeigt sich an der neu eingerichteten Stelle einer Klimaschutzmanagerin, die ab dem 01.03.2021 von Jasmin Lehmler besetzt wurde. Unser Landrat Frank Puchtler (SPD) stellte dem Teilnehmerkreis und auch dem Berliner Politiker vor, wie das kreiseigene Klimaschutzkonzept funktioniert. Das Besondere an der Tätigkeit der neuen Klimaschutzmanagerin ist, dass sie Klimaschutzideen und -konzepte in allen Handlungsaufgaben des Kreises miteinbringt. „Klimaschutz ist tägliches, ist praktisches Handeln“, fasste Landrat Frank Puchtler zusammen. Auch Kühnert betont die Relevanz einer effektiv betriebenen Klimapolitik und ist der Auffassung, dass ohne klimapolitische Themen keine zeitgemäße Politik mehr möglich sei. Auch er sieht im Bereich des Bauens Handlungsbedarf: „Der Gebäudesektor macht 20% der Emissionen aus“. Für die Wohnungseigentümer muss es Anreize durch staatliche Förderungen geben und für die Mieter im Gegenzug eine Warmmietengarantie, damit Wohnen bezahlbar bleibt. Neben der Sanierung sollte auch bei der dezentralen Stromerzeugung auf Mehrfamilienhäusern durch rechtliche Änderungen die Möglichkeit zur autarken Versorgung ganzer Siedlungen genutzt und nicht zu teuren Marktpreisen wieder „zurückerworben“ werden müssen. Klimaschutz und Sozialdemokratie stehen nicht im Widerspruch, sondern die SPD steht vielmehr dafür, dass Klimaschutz für jeden leistbar und nicht nur Privileg von Gutverdienenden ist. Klimaschutz darf keine soziale Frage sein, darin waren sich die lokalen SPD-Politiker und Kevin Kühnert einig. Kühnert stellte den Ansatz der SPD deutlich dar: nicht durch mehr Verbote, sondern mit mehr Anreizen für den Klimaschutz erreichen wir unsere Ziele, es muss eine „win-win-Situation“ für alle Beteiligten entstehen. Es gehe nicht darum, der Bevölkerung ihren individuellen Lebensstil wie beispielsweise hohen Fleischkonsum zu verbieten, sondern neue, klimafreundlichere Möglichkeiten aufzuzeigen und einen politischen Rahmen zu schaffen, so Kühnert. Jörg Denninghoff beschäftigt sich schon seit einigen Jahren intensiv mit der Mobilität auf dem Land. Im ländlichen Raum ist heute der eigene PKW häufig unverzichtbar. Dass also ländliche Regionen nicht vergessen und beim klimaneutralen Mobilitätausbau Priorität genießen, darin waren sich Denninghoff, der sich bereits früh Pilotprojekte mit autonom fahrenden Bussen für eine bessere Anbindung des ländlichen Raumes eingesetzt hat, und der Berliner SPD-Politiker einig. Die Folgen des Klimawandels erleben wir auf dem Land deutlicher als viele Großstadtbewohner. Tanja Machalet, die designierte Bundestagskandidatin aus dem nahen Westerwald, unterstrich dies: „Ich werde jeden Tag damit konfrontiert: ich brauche nur aus dem Fenster zu schauen und ich sehe da, wo vor zwei Jahren noch grüner Wald war, Brachflächen.“ Dass sie diese Erfahrungen zukünftig in die Berliner Politik miteinbringt, ist ein wichtiger Schritt für Klimaschutz und die Interessenvertretung der heimischen Bevölkerung.


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